Wie lebt man in einer Diktatur? Wie sieht ein Alltag in Nordkorea aus? Was muss man beachten? Und was kann man erleben? Die Antworten auf diese Fragen gibt es hier.

Überall Propaganda und Überwachung

Der Alltag in Nordkorea ist geprägt von Propaganda. Überall hängen Plakate, die das eigene Land als Paradis darstellen und Kim Jong Un als den Erlöser und Retter der Nordkoreaner. Und der morgendliche Weckruf preist Kim Jong Un in einer Hymne und brennt sich zu einem Ohrwurm ein. Aber das Leben in Nordkorea ist auch geprägt von Überwachung. Keine Kritik ist erlaubt. Auch falsche Handlungen, wie das Zerstören von Plakaten oder Abhängen von Bildern der Kim-Familie werden hart bestraft.

Aber das Leben in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang ist auch vergleichsweise normal und teilweise auch westlich geprägt. In Pjöngjang gibt es auch Freizeitparks und Supermärkte. Hier können sich die Menschen amüsieren und ihre Einkaufe tätigen. Auf der anderen Seite herrscht aber in ganz Nordkorea Armut. So gibt es beispielsweise Nachts, auch in der Hauptstadt, keinen Strom. Vor allem aber außerhalb von Pjöngjang herrscht Armut. Hier sind Hungersnot, schlechte Behausungen allgegenwärtig. Die Armut äußert sich aber auch in der geringen Anzahl an Autos auf der Straße, denn kaum einer kann sich ein Auto leisten.

Frank de Kock @unsplash
Auf den Straßen Nordkoreas sieht man selten ein Auto, da sich kaum jemand eins finanzieren kann.

Warum nicht nach Pjöngjang umziehen?

Natürlich stellt sich jetzt die Frage, warum die Nordkoreaner aus den ärmeren Vierteln nicht nach Pjöngjang oder ähnlich größere Städte umziehen, oder aus Nordkorea fliehen.

Beides ist leider nicht ganz so einfach, wie es klingt. Menschen die außerhalb von Nordkorea leben bleibt es verwehrt in die Hauptstadt zu reisen. Denn dafür benötigt es eine Genehmigung. Diese bekommt aber nicht jeder. Daher findet man hier auch keine Behinderten, Armen oder kaum einfache Arbeiter. Aber vor allem Regierungsangestellte oder Geschäftsmänner wohnen und leben hier mit ihren Familien. Ein schönes und würdevolles Leben ist in Nordkorea also durchaus möglich, aber nur für die, denen der Staat dieses Privileg gewährt. Die andere Seite muss dann mit Hungersnöten, Armut und Überarbeitung kämpfen.

Auch aus Nordkorea reisen ist nur den obersten Regierungsangestellten genehmigt, die ihre Reisen meist nutzen, um dem Staat Geld einzubringen. Auch eine Flucht gestaltet sich aufgrund der starken Kontrollen sowohl in Nord-, als auch in Südkorea als sehr schwierig und lebensgefährlich. Denn Flüchtlingen, die keine Familie in Südkorea haben, erwartet auf beiden Seiten Koreas das „Umerziehungslager“ in Nordkorea.

Quellen: https://www.welt.de/reise/Fern/gallery126273159/Alltag-in-Nordkorea-der-ganz-normale-Wahnsinn.html, https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/reise-durch-nordkorea-wie-die-menschen-in-kims-reich-wirklich-leben/19735516.html


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