Im alltäglichen Leben ist ein Nordkoreaner so gut wie immer von Propaganda und Überwachung umgeben. Aber was genau versuchen unzählige Plakate, Filme und Lieder zu vermitteln? Was ist die Ideologie Nordkoreas? Das beantworten wir in diesem Artikel.

Nordkorea als Paradies

Prinzipiell versucht das Regime alles was von außen kommt als negativ darzustellen. Das heißt aber auch, dass alles was im Land ist schön und gut ist. Jungen Schülern wird somit schon früh beigebracht, dass in Amerika, zum Beispiel, Menschen auf der Straße sterben müssen. So lernen die Bürger ihr eigenes Leben in Nordkorea wertzuschätzen. Sie sehen Nordkorea als Paradies. Es sollte aber auch beachtet werden, dass die Menschen in Nordkorea keinen Zugang zu Medien, die wir kennen, wie Instagram, Snapchat, Facebook oder Google haben. Sie sind gezwungen zu glauben, was Ihnen die Regierung sagt. Das wird dann über Propaganda oder auch das staatliche Fernsehen vermittelt.

Kim Jong Un als der Retter der Nordkoreaner

Dabei wird Kim Jong Un auch häufig als ein Erlöser und Retter dargestellt, der den Nordkoreaner dieses Paradies ermöglicht und sie vor dem gefährlichen Rest der Welt beschützt. Die Menschen danken Kim, dass sie in so einem Land leben dürfen, denn sie kennen es nicht anders.

Xan Griffin @unsplash
Für viele Nordkoreaner ist Kim Jong Un der Erlöser und Retter, der ihnen das Leben in einem Paradies ermöglicht.

Merkt denn niemand was?

Für viele stellt sich an diesem Punkt, berechtigterweise, die Frage „Merkt denn niemand was?“. Doch es merken einige. Jedoch traut sich nicht jeder Nordkoreaner den Mund aufzumachen und Kritik zu üben. Denn dann warten harte Strafen. Es ist bekannt, dass es in Nordkorea vier so genannte „Umerziehungslager“ gibt. Diese sind ähnlich wie Konzentrationslager zur NS-Zeit. Hier leben die Regimekritiker unter schlimmsten Bedingungen. Sie werden gezwungen zu arbeiten, werden körperlich und psychologisch gefoltert und müssen hungern. Sollte sich jemand der Häftlinge lebensgefährlich verletzen wird er zum Sterben liegen gelassen. Auch bei kleineren Verletzungen erhalten sie nicht die nötige Versorgung. Aus den Lagern kommt niemand heraus, denn sogar die Toten werden dort behalten.

Aber nicht jeder kommt sofort in ein Arbeitslager. Denn meist wird zunächst die betroffene Person und seine Familie beschattet. Man versucht ihnen dadurch Angst einzujagen, in dem man sie zum Beispiel verfolgt. Generell können bis zu drei Generationen der Familie des Kritikers von seinen Taten noch langfristig betroffen sein.

Wie sind dann die Nordkorea-USA-Annäherungen zu verstehen?

Es ist noch gar nicht so lange her, dass die USA auf Nordkorea zugegangen und um ein Gespräch gebeten hat. Aber wenn doch die gesamte nordkoreanische Ideologie auf dem Hass gegen Amerika basiert, wie sind dann diese beiden Gesten zu verstehen?

Donald Trump versucht als der erste Präsident überhaupt Nordkorea zu überreden das Atomwaffenprogramm zu beenden und sich den weltlichen Staaten anzunähern. Jedoch hat das bisher noch nicht wirklich funktioniert und das wird es in Zukunft auch eher nicht. Denn das würde der Ideologie von Nordkorea widersprechen. Da diese die Propaganda darauf aufbauen, dass alle anderen Staaten schlechter sind als sie selbst. Wenn sie dann auf der einen Seite Die USA als den schlimmsten aller weltlichen Staaten darstellen und auf der anderen Seite Friedensbündnisse, etc. eingehen würden, würde dies die gesamte Ideologie Nordkoreas in Frage stellen und die Propaganda untergraben. Daher wird Nordkorea an weiteren Treffen mit Donald Trump vermutlich eher nicht interessiert sein.

Quellen: https://www.sueddeutsche.de/politik/nordkorea-kims-propaganda-fuer-den-imagewandel-1.3958015, https://taz.de/Propaganda-Nordkoreas/!5687056/, https://de.wikipedia.org/wiki/Menschenrechtssituation_in_Nordkorea, https://www.youtube.com/watch?v=uZDhDNkfeEA


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